Trauerandacht „Das Wunder der Perle“

Kerzenlicht, stille Momente, Gottes Wort und die Gemeinschaft im Glauben prägten die Trauerandacht am vergangenen Sonntag, die von Pastoralreferentin Verena Nette gestaltet wurde. In einer ruhigen und tiefgründigen Atmosphäre fanden viele Menschen in der Pfarrkirche St. Elisabeth Raum für Trauer, Erinnerung, Hoffnung und gemeinsames Gebet.
Zu Beginn der Andacht war jeder eingeladen, eine Kerze an der Osterkerze als Zeichen der Erinnerung an einen geliebten Menschen zu entzünden. Dieser stille Moment war besonders bewegend. Nach und nach erfüllte das Licht der vielen Kerzen den Kirchenraum und schuf einen besonderen Ort für persönliche Gedanken, Trauer und Erinnerung.
Im Mittelpunkt der Andacht stand das Bild der Muschel und der Perle. So wie eine Perle aus einer Verletzung in der Muschel entsteht, kann sich auch Trauer mit der Zeit wandeln. Schmerz lässt sich nicht einfach aus dem Leben entfernen. Er braucht Zeit, Geduld und liebevolle Begleitung. Doch mit Gottes Hilfe kann aus dem, was uns verwundet, etwas Kostbares wachsen – dankbare Erinnerungen, neue Hoffnung und die Gewissheit, dass die Liebe bleibt.
Die Worte aus dem Buch Jesaja – „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich beim Namen gerufen, du gehörst mir.“ (Jes 43,1–2) – erinnerten daran, dass Gott gerade in den schweren Zeiten unseres Lebens an unserer Seite ist und uns durch die tiefen Wasser der Trauer begleitet.

Zum Abschluss erhielt jede Besucherin und jeder Besucher eine Muschel mit einer Perle als Zeichen zum Mitnehmen. Sie erinnert daran, dass aus Schmerz mit Zeit und Mühe etwas Kostbares wachsen kann und wir mit unserer Trauer und unseren Verstorbenen kostbar in Gottes Hand geborgen sind.

Bild: G. Kaiser
Bild: V. Nette

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