Neuer Elternbeirat im Olchinger Pfarrkindergarten

Mitglieder des Elternbeirats
(v.l.n.r) Hinten: Fabian Kellner (Kasse), Martina Müller, Nicole Thornton (Protokoll), Tine Kirchner, Carina Viehbeck (2. Vorsitzende), Melanie Heißmann-Borchers, Alexandra Baumeister.
Vorne: Miriam Wagner, Martina Zweigardt (1. Vorsitzende), Anja Bruckmeir.
Nicht im Bild: Hans Huber, Christina Kellner (Presse), Katharina Kistler, Pia Knorr.
Text: Elternbeirat / Foto: Pfarrkindergarten

Voll der Geist! – ökumenische Kinderbibeltage voller Leben und Begeisterung

Unter dem Motto „Voll der Geist!“ erlebten 45 Kinder am Samstag von 9 bis 17 Uhr im Pfarrheim Olching einen abwechslungsreichen Kinderbibeltag. Nach der Begrüßung durch Verena Nette, Pastoralreferentin der katholischen Seite, und Pfarrerin Isabell Freund von evangelischer Seite, nahm ein Theaterstück die Kinder mit in die Pfingstgeschichte aus der Apostelgeschichte: Die Jünger warteten auf Jesus’ Versprechen, empfingen den Heiligen Geist und fanden neuen Mut.
Mit dabei war auch der Papagei, das Maskottchen der Kinderbibeltage. Mit frechen Kommentaren und neugierigen Fragen brachte er die Kinder zum Lachen und regte zum Nachdenken an: Was ist der Heilige Geist? Und woran können wir merken, dass er da ist?

Anschließend erkundeten die Kinder in altersgerechten Gruppen acht Stationen. Dort wurde gebastelt, gespielt, gestaunt und über den Glauben nachgedacht. So konnten sie den Heiligen Geist auf kreative, spielerische und fantasievolle Weise entdecken. Trotz Regenwetter kam keine Langeweile auf: Die Mittagspause wurde mit Spielen im Saal und kegeln in der Kegelbahn gestaltet.

Am Sonntag fand zum Abschluss der ökumenische Gottesdienst in der evangelischen Johanneskirche statt. Mit Liedern, einem Rückblick auf die Kinderbibeltage und einem erneuten Auftritt des Papageis wurde deutlich, was das Motto bedeutet: Gottes Geist schenkt Mut, verbindet Menschen und wirkt mitten in unserem Alltag. Bei der anschließenden Vernissage im Gemeindehaus konnten die Kinder ihre Werke präsentieren, die Stationen noch einmal erleben und gemeinsam mit Familien und Mitarbeitenden bei Getränken und Knabbereien ins Gespräch kommen.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die diese Tage möglich gemacht haben: einem Mitarbeiterteam von 35 Personen: Ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Konfis, ehemaligen Firmlingen, Helferinnen und Helfern ab der sechsten Klasse, die sich beim Theater, als Gruppenleitung, bei den Stationen, in der Musik, Küche und Technik engagiert haben. Mit viel Zeit, Herz und Kreativität haben sie ein Wochenende geschaffen, das in Erinnerung bleibt.

Die Kinderbibeltage 2026 sind vorbei – doch die Begeisterung bleibt.

Kino bei den Kinderbibeltagen: Kinder schauen einen Film in der abgedunkelten Bibliothek
An einem Ast wurden selbstgebastelte Tauben angebracht
Ein Kind bringt einen Stempel auf einem Papier auf. Stempel als Bild für das Siegel des hl. Geistes
Kinder spielen das Pfingstereignis als Theater nach
Selbstgebastelte Pfeile mit einem Herz
Bilder oben: V. Nette
Gruppenbild: S. Krebs

Wo ist Dein Schatz?

„Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn, grub ihn aber wieder ein. Und in seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte den Acker.“ Dieses kurze und prägnante Gleichnis Jesu wird im Matthäusevangelium überliefert
(Mt 13,44). Die ehrenamtlichen Krippenbauer, der Pfarrei St. Peter und Paul, haben nun dieses Gleichnis in der Jahreskrippe dargestellt:
Krippenfiguren: ein Mann mit einem Schatz auf einem Acker. Hinter ihm ein Esel und ein Pferd
Bilder: M. Nicklas
Die Olchinger Jahreskrippe befindet sich im hinteren Teil des linken Seitenschiffes und kann zu den Öffnungszeiten der Kirche besucht werden.

Andacht Anders. Die Ernte, die keiner sieht

Vieles davon geschieht leise und bleibt zunächst unsichtbar. Manchmal wächst etwas gerade dann, wenn das Leben schwierig ist. Durch eine Herausforderung kann Geduld entstehen, aus einer Enttäuschung neue Stärke und aus einer schweren Zeit ein tieferes Vertrauen. Oft wird erst im Rückblick sichtbar, was sich im Inneren verändert hat.
Das Gleichnis von der selbstwachsenden Saat aus Markus 4,26–29 nahm diesen Gedanken auf. Der Mensch sät den Samen, aber er kann nicht bestimmen, wie er wächst. So ist es auch mit vielem in unserem Leben: Wachstum lässt sich nicht erzwingen. Manches braucht Zeit, Geduld und Vertrauen.
Unsere Seele verfügt dann über eine reiche tiefe Ernte, die sehr wertvoll ist. Denn Gott schaut nicht nur auf unsere äußeren Leistungen des Lebens, sondern auch auf das, was in uns gewachsen ist, was unsere Persönlichkeit ausmacht.

In einer kleinen Theaterszene wurde diese „unsichtbare Ernte“ zunächst auf humorvolle Weise aufgegriffen. Bei einer Aktion durften alle mitmachen: Jede und jeder konnte überlegen, was im eigenen Leben gewachsen ist, und den eigenen Gedanken auf einem Transparentpapier in Obst oder Gemüseform festhalten. Die Bilder wurden auf einem großen Glas befestigt. Als dahinter eine Kerze entzündet wurde, wurden die zuvor unsichtbaren Worte im Licht sichtbar. Aus vielen persönlichen Gedanken entstand so eine ganz besondere gemeinsame Ernte.

Das Glas steht nun in der Kirche St. Peter und Paul auf dem Josefsaltar und lädt dazu ein, selbst innezuhalten und nachzudenken: Was ist in meinem Leben im Inneren gewachsen?
Das bunte Glas mit einer Kerze vor der Apsis von St. Peter und Paul
Obst aus Transparentpapier in einem Körbchen
Text und Bilder: V. Nette

 

Freiluftgottesdienst zum Erntedankfest

„Gelobt seist du, mein Herr, für unsere Schwester Mutter Erde, die uns erhält und lenkt und vielfältige Früchte hervorbringt, mit bunten Blumen und Kräutern.“ – In seinem „Sonnengesang“ (vermutlich aus dem Jahre 1224/25) singt Franz von Assisi ein Loblied auf die Schönheit der Schöpfung, für die er Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde, dankt. Sein Hymnus ruft die enge Verbindung von Mensch und Natur ins Gedächtnis, und schärft darin das Bewusstsein, dass des Menschen leibliche Wohl letztlich von einer guten Ernte abhängt.

In dankbarer Haltung feiert die Kirche daher vielerorts am ersten Sonntag im Oktober Erntedank, um Gott für die Früchte der Erde und alles erfahrene Gute zu danken. In diesem Jahr fällt das Fest auf den 800. Todestag des Heiligen, der Sonne und Mond seinen Bruder und seine Schwester nannte, und von dem die Legende erzählt, dass er auch den Vögeln predigte.

Bei Sonnenschein und milden Temperaturen fand der diesjährige Erntedankgottesdienst nicht in der Pfarrkirche St. Peter und Paul, sondern unter freiem Himmel im Schwaigfeld statt. Zahlreiche Besucher, auch aus dem benachbarten BRK-Seniorenwohnheim, fanden sich am Grünanger ein, um Gottesdienst zu feiern. Für eine festliche Kulisse auf der Seebühne sorgten der mit verschiedenen Feldfrüchten und Blumen geschmückte Altar sowie die Abordnungen der städtischen Vereine, die mit ihren Fahnen gekommen waren. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von einem Bläserquartett unter der Leitung der Kirchenmusikerin Johanna Mazur.
Zum Auftakt des Gottesdienstes richtete Pfarradministrator Josef Steindlmüller seinen Dank an die Landwirten des Stadtgebietes Olchings für ihre Arbeit auf den Feldern und die von ihnen eingebrachte Ernte. In diesem Zusammenhang zitierte er sinngemäß aus einem Gespräch mit einem Landwirt, der ihm gegenüber zu bedenken gab, dass noch vor 200 Jahren ein Hitzesommer wie dieser mit Sicherheit Hunger im Winter bedeutet hätte. Dass in Olching trotz des Extremsommers Nahrung und Trinkwasser nicht knapp geworden seien, gebe Anlass zur Dankbarkeit.

In den von Kindern vorgetragenen Kyrie-Rufen wurde der Wert des Teilens ins Zentrum gerückt. Das Motiv fand weiterhin Fortsetzung in einer Kinderpredigt, die von Gemeindereferentin Marion Dafner-Freese zusammen mit Mitwirkenden aus dem Familiengottesdienstteam in Anlehnung an das Evangelium vom reichen Kornbauern (Lk 12,15-21) gestaltet wurde. Darin kam eine Schatztruhe zum Einsatz, die sinnbildlich Pate für die im Evangelium erwähnte Scheune stand, in der der reiche Kornbauer seine Schätze hortet, ohne sie mit anderen zu teilen. Im Anschluss daran wurde der  Frage nachgespürt, wodurch das Leben im Miteinander reicher werde. Neben Lego und Liebe wurden der Wert von Familie und Freundschaft, Kommunikation und Austausch, die Begegnung von Mensch und Tier sowie die Verbindung mit Jesus erwähnt. Für diese wahren Schätze, die sich nicht einsperren ließen, stand in der Predigt ein offenes Herz.

Auch die Fürbitten wurden von Kindern unter Verwendung ausdrucksstarker Symbolik vorgetragen. Eine Schale mit Erde, ein Wasserkrug, ein Laib Brot, eine Blume, eine Bibel, ein Kreuz und eine Kerze symbolisierten die Bitte um einen achtsamen Umgang mit der Schöpfung, um sauberes Trinkwasser, Nahrung und Gerechtigkeit für alle Menschen, um Wachstum in Glaube, Hoffnung und Liebe angesichts von Krankheit, Einsamkeit und Tod.
Franz von Assisi schrieb seinen Sonnengesang gegen Ende seines Lebens in einer Phase, in der er unter einer Augenkrankheit leidend in einem abgedunkelten Zimmer verbringen musste, ohne die von ihm besungene Schönheit der Schöpfung tatsächlich vor Augen zu haben. In der Dunkelheit und Stille seines Selbst fand er sich als Teil der Schöpfung wieder und konnte sich verbunden mit ihr und ihrem Schöpfer erleben. Das Vorbild des Heiligen könne uns daran erinnern, dass auch unsere Seele Hunger und Durst habe und immer wieder genährt werden müsse – beispielsweise durch Gebet, Meditation und den Besuch der Heiligen Messe, so Pfarrer Steindlmüller in seiner Predigt der Vorabendmesse zum Erntedankfest.

(Text: Sonja Abrell-Kastner)

Schatzkiste mit Erntegaben - Symbol der Kinderpredigt
Herz mit Zetteln, auf denen innere Schätze geschrieben stehen. Zweites Symbol der Kinderpredigt
Erntekorb mit Obst, Gemüse und Brot
Altardienst und Fahnenabordnungen auf der Seebühne im Schwaigfeld
Text und Bilder: Sonja Abrell-Kastner

Der Katholische Frauenbund Olching unterstützt den Verein „Frauen helfen Frauen FFB“

Ehrung verdienter Chormitglieder

Für 25 Jahre wurden Barbara Baier und Brigitte Tomschik geehrt, für 30 Jahre Theresa Gigl und Magdalena Stoeckl. Maria Husmann kann auf 40 Jahre Mitgliedschaft im Kirchenchor zurückblicken und Lydia Weichinger auf 45 Jahre. Ihr goldenes Chorjubiläum konnten Rosina Schwojer und Klaus Dilling begehen.
Als Zeichen der Anerkennung erhielten die Geehrten eine von Weihbischof Bischof und Kirchenmusikdirektor Prof. Zippe unterzeichnete Urkunde. Kirchenmusikerin Johanna Mazur und Pfarradministrator Josef Steindlmüller sprachen ihnen im Namen des Pfarrverbandes den Dank für ihren Einsatz und ihre Treue zur Kirchenmusik aus.
Bild: H. Grill

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