Mariae Himmelfahrt in Olching – Hochamt und Kräuterweihe

In den Tagen vor dem Feiertag trafen sich einige Frauen unter der Anleitung von Hildegard Wimmer zum Sammeln und Binden der Kräuterbuschen. Auch Kräuterspenden aus den heimischen Gärten wurden entgegengenommen. Trotz der großen Hitze konnten wieder viele Kräuter gewonnen werden.
Bilder: J. Rosenlöhner
Vor der hl. Messe wurden dann die Kräuterbuschen verkauft. Bereits ab Verkaufbeginn um 9 Uhr bildete sich eine Schlange vor dem Stand und bis zum Beginn der Messe kamen viele Olchinger und Besucher aus den umliegenden Ortschaften, um einen Strauß zu ergattern. Der Erlös des Verkaufs ist für den Verein “Frauen helfen Frauen Fürstenfeldbruck e.V.” bestimmt.
Zum Schluss des Hochamtes wurden die Kräuterbuschn von Pfarradministrator Josef Steindlmüller gesegnet. Die Predigt des Gottesdienstes können Sie hier nachhören:
Bilder: U. Schmüser

125-jähriges Weihejubiläum der Olchinger Kirche St. Peter und Paul

Am 22.September 1901 hat der damalige Erzbischof Franz Joseph von Stein die Olchinger Kirche St. Peter und Paul konsekriert. Die neue Kirche löste die alte Dorfkirche ab, die seit Jahrhunderten auf dem heutigen Nöscherplatz stand und ebenso den Apostelfürsten geweiht war. Initiiert wurde der Kirchenbau vom damaligen Expositus Georg Nöscher, finanziert wurde er durch Kredite und Spenden. Einmal wurde sogar eine Kollekte in allen 7 bayerischen Bistümern durchgeführt, die 25.000 Mark einbrachte.

Vorschulkinder besuchen Polizei in Lochhausen

Die Kinder durften ihre Fingerabdrücke abnehmen lassen, ein Polizeiauto von innen anschauen, auf einem Polizeimotorrad Probe sitzen und sogar das Gefängnis in der Polizeistation anschauen.
Foto: Kindergarten St. Elisabeth / Text: Stefanie Heiß

„Here I am, Lord“ – Interview mit Emily Pinto Perdomo zu ihrer Aussendung als Pastoralreferentin

Hallo Emily, schön, dass du dir Zeit genommen hast. Wir wolle heute auf deine Aussendungsfeier zurückschauen. Am Tag des heiligen Benedikt von Nursia wurdest du zusammen mit Sr. Jona Marie, Christoph Lohmer und Joseph Fraunhofer vom Münchner Erzbischof Reinhard Kardinal Marx in der Pfarrkirche St. Georg in Schloßberg zur Pastoralreferentin ausgesandt. Ihr vier seid zusammen einen langen Ausbildungsweg gegangen. Darf ich fragen: Was verbindet euch miteinander?

Wir waren bei der Aussendung zwar nur zu viert, aber unser Kurs war insgesamt größer: Es waren auch Gemeindereferenten und -referentinnen und Diakone sowie ein Ehepaar dabei. Uns verbinden die gemeinsamen Erfahrungen. Wir waren unterwegs durch Höhen und Tiefen: Da waren die Prüfungen, das gemeinsame Lernen und Diskutieren über Lerninhalte im Stüberl. Da gibt es viele Dinge, die wir gemeinsam erleben durften. Auch die gemeinsamen Exerzitien.

Bild: die vier Neuausgesandten vor der Pfarrkirche in Schloßberg, © Fotoagentur Kiderle
Im Vorfeld der Aussendungsfeier wart ihr ja auch noch einmal eine Woche lang auf Exerzitien. Wie habt ihr euch dort auf die Aussendung vorbereiten können?

Wir waren zusammen im Exerzitienhaus Leitershofen und haben uns dort Gedanken über die Bibelstellen der Aussendung, aber auch über unseren persönlichen Aussendungsauftrag gemacht. Der Herr Kardinal hat uns damit in der Feier ja ganz individuell angesprochen und unsere Sendung betont: Dass wir alle ausgesandt sind, das Evangelium Christi zu verkünden und zu leben. Das ist etwas ganz Besonderes. In den Aussendungsexerzitien ist mir das noch einmal neu bzw. anders bewusst geworden: Was es bedeutet, von der Kirche gesandt zu sein.

Du hast dir ja als Sendungsspruch eine Stelle aus dem Propheten Nehemia ausgesucht. Begleitet dich dieser Spruch schon länger und was verbindest du damit?

Der Spruch ist „Die Freude am HERRN ist eure Stärke“ und diese Worte spricht der Prophet Nehemia dem Volk Israel in einer Phase des Wiederaufbaus und der Umkehr zu. Das Volk Israel besinnt sich in einer Situation, die von Trauer oder auch Betroffenheit geprägt ist, auf die Schrift. Mir gibt die Stelle Hoffnung. Ich muss mich nicht immer freudig fühlen und kann mich trotzdem immer an diesen Zuspruch und Auftrag erinnern: Dass wir mit dem Herrn unterwegs sind und nicht alles aus eigener Kraft schaffen müssen.

Was macht dir im Alltag Freude?

Vor allem mit den Menschen unterwegs zu sein, ihre Geschichten zu hören. Das macht mir Freude. Aber auch zu lesen (nicht immer Theologisches), mit Freunden zusammen zu sein, zu bouldern. Mein Glaube ist mir sehr wichtig und dazu gehört auch die Freude am Leben. Beides greift für mich ineinander.

Du hast vorhin erwähnt, dass Kardinal Marx dir einen ganz persönlichen Auftrag zugesprochen hat. Willst du uns verraten, was er dir dabei mit auf den Weg gegeben hat?

Das war in dem Moment, als er mir die Heilige Schrift überreicht hat, verbunden mit der Sendung, das Evangelium zu verkünden und zu leben. Was mich persönlich angesprochen hat, ist der Auftrag, die Menschen auf das Evangelium neugierig zu machen. Das finde ich etwas unglaublich Schönes.

Bild: Kardinal Marx überreicht Emily Pinto Perdomo die hl. Schrift, © Fotoagentur Kiderle
Das ist eine schwierige Aufgabe. Hast du ein Rezept? Wie kann es gelingen, Menschen auf das Evangelium neugierig zu machen?

Ich glaube, das geht Hand und Hand damit, das Evangelium zu leben. Vielleicht macht es allein schon deshalb neugierig, dass ich eine junge Frau bin, die für die Kirche arbeitet. Den Glauben auf diese Weise zu leben, ist nicht unbedingt ganz alltäglich und ich glaube, allein dadurch macht es schon neugierig. Nein, ein Patentrezept habe ich nicht.

Schade, dann wäre sicher Einiges leichter. Noch eine andere Frage, Emily: Im Festgottesdienst wurde ja das Lied „Here I am Lord“ mit dem Text von Laura Vogel gesungen. Darin heißt es unter anderem: „I will go Lord, if You lead me, I will hold Your people in my heart.” Wie wird dieser Satz für dich in Kürze konkret?

„I will hold Your people in my heart” – Ich fühle das schon manchmal sehr. Für andere Menschen da zu sein. Das ist ja auch das, was ich jetzt dann in der Krankenpastoral tun werde. Bei Menschen zu sein, die gerade Schwieriges durchmachen, und bei deren Angehörigen. Hier wird es für mich konkret: Ich darf jetzt gehen, ohne zu wissen, was Tag für Tag auf mich zu kommt, und gleichzeitig zu wissen, dass ich Gott in die Begegnung mit den Menschen folge, dass er mich führen wird und derjenige ist, der den Trost schenkt, und ich dabei Werkzeug sein darf. Das ist ein unglaubliches Privileg.

Das klingt sehr schön. Darf ich dich noch fragen: Was war für dich an diesem besonderen Tag der emotionalste Moment?

Ich glaube, das war tatsächlich nach der Aussendung bei diesem Lied. Das war für mich ein Moment, wo für mich das Ganze echt geworden ist, dadurch, dass ich das noch einmal singen und aussprechen durfte: „Here I am Lord.“ Auch wenn auch alle anderen mitgesungen haben.

Und wie … Sag mal, Emily, werden wir dich in Zukunft auch in Olching noch sehen?

Ich werde immer wieder hier als Gläubige im Gottesdienst sein.

Ich freue mich, wenn wir uns wieder begegnen. Vielen Dank für dieses Gespräch!
Das Interview führte Sonja Abrell-Kastner mit Emily Pinto Perdomo am 15.7.2026, wenige Tage nach ihrer Aussendung  

+++geänderte Gottesdienstzeiten und Öffnungszeiten der Pfarrbüros in den Ferien+++

  • Gottesdienstzeiten in den Ferien:
    Sa, 18 Uhr Vorabendmesse Olching, St. Peter und Paul
    So, 9 Uhr Pfarrgottesdienst Esting, St. Elisabeth
    So, 10.30 Uhr Pfarrgottesdienst Olching, St. Peter und Paul
Die hl. Messe in St. Stephanus, die Anbetung am Mittwoch-Abend sowie die Laudes am Donnerstag entfallen in den Ferien.
  • Öffnungszeiten der Pfarrbüros
    Olching: Mo, Mi, Do und Fr 08.30 Uhr – 12 Uhr
    Esting: Mo, Mi und Fr, 9 Uhr – 12 Uhr
An den Nachmittagen sind die Pfarrbüros während der Ferien geschlossen!

Schulranzenfest im Pfarrkindergarten St. Peter und Paul

Die neuen Schulranzen durften stolz präsentiert werden. Nach der feierlichen Verleihung des Schulreifeordens gab es noch eine Runde Eis vom Förderverein. Im Pfarrgottesdienst am darauffolgenden Sonntag in der Pfarrkirche segnete Pfarradministrator Josef Steindlmüller die zukünftigen Abc-Schützen für einen gelungenen Start in den neuen Lebensabschnitt. So bunt und fröhlich wie die Schultaschen sind auch die individuell bemalten Zaunlatten, mit denen sich die Vorschulkinder zum Schluss noch am Gartenzaun des Kindergartens verewigen durften. Der Pfarrkindergarten wünscht einen unvergesslichen Schulstart!
Text: Elternbeirat, Foto: Pfarrkindergarten

Fahrzeugsegnung in St. Elisabeth

Unter Glockengeläut zog der Altardienst nach der hl. Messe auf den Vorplatz der Kirche. Dort wurde ein Segensgebet gesprochen. Anschließend wurden die Autos und Fahrräder mit Weihwasser besprengt.
Bilder: U. Schmüser

Sebastian König jetzt Pfarrvikar

Generalvikar Christoph Klingan und Personalchef Dr. Joachim Hellemann überreichten König bei einer Fortbildung im Schloss Fürstenried die Urkunde und das Zeugnis der zweiten Dienstprüfung. Wir gratulieren Herrn Pfarrvikar König sehr herzlich zu seinem sehr guten Prüfungsergebnis und freuen uns, dass er als Pfarrvikar auch in der kommenden Zeit in unserem Pfarrverband tätig sein wird.
Bild: König, von links: Dr. Hellemann, Pfarrvikar König, Generalvikar Klingan

Pilgergruppe aus Polen zu Gast in Olching

Stanislaus Kostka lebte im 16. Jahrhundert und trat in Wien in den damals noch jungen Jesuitenorden ein. Da er den Widerstand seiner Eltern fürchtete, floh er von Wien über Dillingen nach Rom. Dort starb er mit knapp 18 Jahren an Fieberanfällen. Er gilt als ein Patron der Jugend.
Zum 300. Jahrestag seiner Heiligsprechung, die 1726 vollzogen wurde, gehen die jungen Pilger nun in verschiedenen Etappen seinen Weg nach und kamen so auch nach Olching, wo sie von Hausmeisterin Krystina Sandler freundlich aufgenommen wurden.
Bild: K. Sandler

Trauerandacht „Das Wunder der Perle“

Zu Beginn der Andacht war jeder eingeladen, eine Kerze an der Osterkerze als Zeichen der Erinnerung an einen geliebten Menschen zu entzünden. Dieser stille Moment war besonders bewegend. Nach und nach erfüllte das Licht der vielen Kerzen den Kirchenraum und schuf einen besonderen Ort für persönliche Gedanken, Trauer und Erinnerung.
Im Mittelpunkt der Andacht stand das Bild der Muschel und der Perle. So wie eine Perle aus einer Verletzung in der Muschel entsteht, kann sich auch Trauer mit der Zeit wandeln. Schmerz lässt sich nicht einfach aus dem Leben entfernen. Er braucht Zeit, Geduld und liebevolle Begleitung. Doch mit Gottes Hilfe kann aus dem, was uns verwundet, etwas Kostbares wachsen – dankbare Erinnerungen, neue Hoffnung und die Gewissheit, dass die Liebe bleibt.
Die Worte aus dem Buch Jesaja – „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich beim Namen gerufen, du gehörst mir.“ (Jes 43,1–2) – erinnerten daran, dass Gott gerade in den schweren Zeiten unseres Lebens an unserer Seite ist und uns durch die tiefen Wasser der Trauer begleitet.

Zum Abschluss erhielt jede Besucherin und jeder Besucher eine Muschel mit einer Perle als Zeichen zum Mitnehmen. Sie erinnert daran, dass aus Schmerz mit Zeit und Mühe etwas Kostbares wachsen kann und wir mit unserer Trauer und unseren Verstorbenen kostbar in Gottes Hand geborgen sind.

Bild: G. Kaiser
Bild: V. Nette

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