Sakramente

Sakramente sind sichtbare Zeichen des Heils, also der Liebe und der Zuwendung Gottes. Sie sind nach Glauben der Kirche nicht nur ein Symbol, sondern Gott wirkt durch sie am Menschen, der sie empfängt. Gefeiert werden sie oft an Lebenswenden (z.B. Taufe, Firmung, Hochzeit), aber auch im Jahresverlauf (z.B. Eucharistie oder Beichte).

Die katholische Tradition kennt sieben Sakramente, die mit Ausnahme der Weihe in den Pfarreien praktiziert werden.

Was ist die Taufe?

In der Taufe werden wir hineingenommen in die Freundschaft mit Gott, die Jesus durch seine Liebe am Kreuz begründet hat. Dadurch werden wir von der Macht des Bösen und des Todes befreit. Somit ist die Taufe auch eine Bitte an Gott um Schutz und Segen auf dem Lebensweg und um die Vollendung am Ende der Tage.
Durch die Taufe werden wir aufgenommen in die Gemeinschaft der Getauften, die Kirche.

Patenamt

Aufgabe des Patenamtes ist es, den/die Neugetaufte/n auf seinem/ihren Glaubens- und Lebensweg zu begleiten. Dazu zählt auch die Hinführung zur konkreten Gemeinschaft der Kirche. Aus diesem Grund ist es notwendig, dass mindestens einer der Paten der katholischen Kirche angehört.

Tauftermine

In unserem Pfarrverband finden die Taufen in der Regel samstags um 11 Uhr oder 15 Uhr oder im Rahmen des Sonntagsgottesdienstes in einer der beiden Pfarrkirchen statt. Je nach Nachfrage können es Taufen eines oder mehrerer Kinder sein.

Anmeldung

Wenn Sie Ihr Kind taufen lassen möchten, dann erfragen Sie bitte im Pfarrbüro einen möglichen Tauftermin. Dort können Sie auch Ihr Kind anmelden. Zur Anmeldung wird eine Kopie der Geburtsurkunde und eine Bescheinigung über die Zugehörigkeit der/s Patin/Paten zur katholischen Kirche benötigt (soweit bereits vorhanden, kann auch nachgereicht werden).
Der zuständige Priester oder Diakon wird sich dann mit Ihnen wegen eines Taufgesprächs in Verbindung setzen. Im Taufgespräch geht es um die Bedeutung der Taufe und die Gestaltung der Tauffeier.

Was ist Eucharistie?

„Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ In der Eucharistie feiern wir, dass Jesus lebt, dass sein Tod nicht das Ende war, sondern der Beginn eines neuen Lebens, der Sieg der Liebe über alle Schuld. Wir glauben, dass Gott uns mit hineinnehmen möchte in dieses Geheimnis, dass er selber uns begegnet im gebrochenen Brot. Wir versammeln uns in Jesu Namen, beten und singen miteinander, brechen das Brot und teilen den Becher und werden so eins mit Jesus und untereinander.

So ist die Eucharistiefeier die Mitte und der Höhepunkt der Gemeinschaft der Kirche, die Quelle, aus der wir Kraft schöpfen können für unseren Alltag.

Erstkommunion

In der Erstkommunion werden die Kinder an dieses Geheimnis herangeführt.

Wenn Ihr Kind die dritte Klasse besucht, ist es eingeladen, die Erstkommunion zu empfangen. Alle Kinder aus den Pfarreien St. Elisabeth, Esting und St. Peter und Paul, Olching, die bei uns als katholisch gemeldet sind und die zwischen neun und zehn Jahren alt sind, erhalten von uns automatisch eine Einladung zur Erstkommunionvorbereitung. Sollten Sie bis Mitte Oktober des betreffenden Schuljahres keine Einladung erhalten haben, melden Sie sich bitte im Pfarrbüro.

Ansprechpartner: Gaby Franke, Beate Czabaun

Für die aktuellen Termine der Erstkommunion-Vorbereitung 2016/17 bitte hier klicken

Was ist Beichte?

Die Beichte ist der Ort der Vergebung, der Ort der Barmherzigkeit Gottes. In einem diskreten Rahmen (geschützt durch das Beichtgeheimnis) darf man in der Beichte sagen, was im Leben zerbrochen, gescheitert oder nicht gelungen ist. Der Priester, der in diesem Moment Christus und die Kirche vertritt, hat die Aufgabe, die Sünden zu vergeben und ein Sprachrohr für die Barmherzigkeit Gottes zu sein. Somit ist die Beichte ein Neuanfang in der Beziehung zu Gott und zu unseren Mitmenschen.

Beichttermine

Beichtgelegenheit besteht regelmäßig am Samstag von 17–17.45 Uhr in der Pfarrkirche St. Peter und Paul und 14-tägig am Donnerstag von 18–18.45 Uhr in der Pfarrkirche St. Elisabeth.

Beichtgespräch

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, einen Termin für ein Beichtgespräch außerhalb der Kirche zu vereinbaren. Sprechen Sie bei Bedarf gerne Pfr. Josef Steindlmüller oder Kaplan P. Shibu Cheeramvelil an.

Was ist die Firmung?

Bei der Firmung feiern wir die Stärkung und Begleitung durch den Heiligen Geist. Mit der Taufe wurden wir in die Kirche aufgenommen, die Erstommunion ist ein weiterer Schritt auf dem Weg des Glaubens. Das Sakrament der Firmung liegt in einer wichtigen Übergangszeit vom Jugendalter zum Erwachsenwerden. Diese Zeit möchte besonders gestaltet und begleitet werden. Und mit der Firmung werden die jungen Menschen bekräftigt: „Gott ist mit dir. Du wirst gestärkt für deinen weiteren Lebensweg und bist jetzt ein erwachsener Christ.“

Wie bei der Taufe gibt es bei der Firmung einen Paten oder eine Patin, den die Jugendlichen selbst aussuchen und der sie auf ihrem Glaubensweg begleitet.

Firmvorbereitung

In Olching werden jährlich Jugendliche der 9. Klasse und in Esting alle zwei Jahre Jugendliche der 8. und 9. Klasse eingeladen, sich firmen zu lassen. Wenn sich junge Menschen für die Firmung entscheiden, dann nehmen sie mit den anderen Jugendlichen an der Firmvorbereitung teil. Gemeinsam setzen wir uns zum Beispiel mit Themen wie Mein Leben, Mein Glaube, Gemeinschaft, Heiliger Geist, Schatten- und Lichtseiten im Leben auseinander.

Im Pfarrverband gliedert sich die Vorbereitungszeit in verschiedene Bausteine auf:

  • 4 thematische Samstagnachmittage mit einem Jugendgottesdienst
  • ein gemeinsames Wochenende
  • soziale Projekte
  • Vier-Augen-Gespräch oder Beichte

Ansprechpartner: P. Shibu Cheeramvelil und Josef Rauffer

Für die aktuellen Termine der Firmvorbereitung 2016/17 bitte hier klicken

Vor Monaten oder Jahren haben Sie sich kennengelernt. Sie haben einander entdeckt und lieben sich. Sie wollen das Leben miteinander teilen. Zugleich wollen Sie Ihren Weg als Christen gehen. In dem Ja zueinander entdecken Sie das große Ja Gottes. Überall, wo zwei Menschen einander lieben, ist Gott gegenwärtig. Das macht die Ehe zu einem Zeichen der Liebe Gottes – zu einem Sakrament. Ihre Hochzeit soll davon geprägt sein.

Termin

Wenn Sie den Termin für die standesamtliche Trauung haben oder bereits zivilrechtlich verheiratet sind, können Sie im Kontakt mit dem Pfarramt einen Termin für Ihre kirchliche Trauung suchen.

Aktueller Taufschein

Für eine kirchliche Trauung muss eine/r von Ihnen katholisch sein. Für das Ehevorbereitungsgespräch braucht der/die Katholikin einen Taufschein, der zum Zeitpunkt der Trauung nicht älter sein darf als 6 Monate. Zu erhalten ist er beim Pfarramt der Kirche, in der Sie getauft wurden, für München und Umgebung beim Matrikelamt: https://www.erzbistum-muenchen.de/Page066884.aspx.

Ehevorbereitung

In einem Ehevorbereitungsgespräch mit dem trauenden Geistlichen (Priester oder Diakon) wird das Ehevorbereitungsprotokoll ausgefüllt und über die Bedeutung der Ehe aus christlicher Sicht sowie die Gestaltung des Traugottesdienstes gesprochen.

Wenn Sie tiefer in die Vorbereitung Ihrer Ehe einsteigen möchten, können Sie einen der Kurse besuchen, die das Erzbistum München-Freising anbietet: https://www.erzbistum-muenchen.de/Page070072.aspx.

Die Feier der Trauung

Sie ist als Wortgottesfeier und als Heilige Messe möglich. Sie kann musikalisch individuell gestaltet werden. Die Pfarrei kann für einen Organisten und eine Gesangssolistin sorgen; falls Sie darüber hinausgehende Wünsche haben, müssten Sie die Gestaltung selbst organisieren.

Was ist die Krankensalbung?
Jesus gab seinen Jüngern den Auftrag, den Kranken die Hände aufzulegen (Mk 16,18), sie mit Öl zu salben (Mk 6,13) und zu heilen (Mk 6,14; Lk 9,1ff.). Die ersten christlichen Gemeinden führten diesen Auftrag Jesu weiter, wie der Brief des Jakobus zeigt: „Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben.“ (Jak 5,14)

Wer kann die Krankensalbung empfangen?
Entgegen der immer noch weit verbreiteten Bezeichnung als „Letzte Ölung“ ist die Krankensalbung kein Sterbesakrament, sondern soll kranke Menschen stärken und sie des Beistandes Gottes versichern – unabhängig vom Alter und ob die Krankheit lebensbedrohlich ist oder nicht. Immer dann, wenn ein Mensch aufgrund von schwerer Krankheit oder Altersschwäche in Gefahr gerät, kann er um dieses Sakrament bitten. Es kann auch wiederholt werden, falls erneut eine schwere Krankheit eintritt oder wenn sich eine bestehende Krankheit verschlechtert.

An wen kann ich mich wenden?
Wenden Sie sich bei Bedarf bitte an Pfarrer Josef Steindlmüller oder Kaplan P. Shibu Cheeramvelil.